Schlagwort-Archive: Amerikanische Literatur

Larry Brown – Fay

Wie gut es einem geht, nimmt man meistens bewusst wahr, wenn man die Lebensumstände anderer erfährt, denen das Schicksal kein so glückliches Los beschert hat. Alles ist besser, denkt sich auch die siebzehnjährige Fay, die fort will von einer Familie ohne Heimat. Sie macht sich auf den Weg und nimmt ihre Zukunft selbst in die Hand. Wenig Bildung und eine eingegrenzte Lebenserfahrung lassen dieses Vorhaben jedoch beschwerlich werden. Larry Brown – Fay weiterlesen

Ben Lerner – 22:04

Ben Lerner wurde jüngst vom Literaturmagazin Granta in die Liste der „Best of Young American Novelists 3“ aufgenommen und war im letzten Jahr mit seinen beiden Romanen „Abschied von Atocha“ und „22:04“ eine persönliche Neuentdeckung für mich. Dem als Lyriker bekannt gewordenen Amerikaner gelingt mit „22:04“ ein äußerst ungewöhnliches Buch, dass sich zugleich ernsthaft und humorvoll der „Lebensfrage“ seiner Generation annimmt.

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Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer

Das Spionagegeschäft ist in unserer bestens vernetzten Informationsgesellschaft vielleicht die letzte Bastion des Undurchschaubaren und Geheimen. Der neue Roman von Denis Johnson widmet sich diesem Milieu und verstärkt den Effekt des schwer Greifbaren, in dem er die Handlung  in das unübersichtliche Terrain Afrikas verlegt. Johnson kennt die Szenerie aus eigener Erfahrung: Als Reporter berichtete er aus verschiedenen afrikanischen Kriegsgebieten. Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer weiterlesen

Lee Child – Die Gejagten

Der Ex-Militärpolizist Jack Reacher ist auf dem Weg zu seiner ehemaligen beruflichen Wirkungsstätte in Washington, D.C., um die ihm bisher nur vom Telefon bekannte Major  Susan Turner – aktuelle Nachfolgerin seines alten Postens – kennenzulernen. Doch schon gleich nach seiner Ankunft muß Reacher erkennen, dass aus dem ersehnten Abendessen nichts wird; haben sich einige Veränderungen ergeben, die Reachers Vorhaben unmöglich machen. Lee Child – Die Gejagten weiterlesen

David Vann – Aquarium

Wer denkt bei einem Aquarium nicht an die beruhigende Ausstrahlung, die die große museale Unterwasserwelt mit ihren Bahnen ziehenden Meeresbewohnern hervorruft. Tatsächlich spielt ein solches Ausstellungshaus eine Rolle im neuesten Roman von David Vann, nur das sich aus der darin herrschenden friedvollen Atmosphäre ein ganzer Sturm von menschlichen Emotionen entfacht, wie man ihn nicht erwartet hätte. David Vann – Aquarium weiterlesen