Schlagwort-Archive: Amerikanische Literatur

Brian Panowich – Bull Mountain + Bull Mountain Burning

Der Berg ruft! – und das gleich zwei Mal. Mit „Bull Mountain“ und „Bull Mountain Burning“ hat der Suhrkamp Verlag zwei Perlen im Programm, die mich unweigerlich an die grandiose TV-Serie „Justified“ (basiert auf einer Figur von Elmore Leonard) erinnern. Der amerikanische Autor und Feuerwehrmann Brian Panowich hat eine Familien- und Hillbillygeschichte zu Papier gebracht, die voller Lokalkolorit ist und die tief in die Geschicke eines im Verborgenen agierenden Drogenimperiums eintaucht. Brian Panowich – Bull Mountain + Bull Mountain Burning weiterlesen

Ottessa Moshfegh – Der Tod in ihren Händen

Selten hat mich ein Buch so gespalten, wie „Der Tod in ihren Händen“ von Ottessa Moshfegh. Und darin liegt auch die großartige Leistung der amerikanischen Autorin, die eine vermeintliche Suspense-Geschichte aufzieht, die meine Nerven bei der Lektüre bis an die Grenzen des Aushaltbaren führte. Das lag aber nicht am Spannungsfaktor.

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T.C. Boyle – Sprich mit mir

Sie sind unsere engsten biologischen Verwandten und begleiten mich kulturell schon mein ganzes Leben: Die Affen. Vor langer Zeit habe ich „Die Frau und der Affe“ des dänischen Schriftstellers Peter Hoeg gelesen. Noch viel früher faszinierten und schüchterten mich gleichzeitig die Filme der „Planet der Affen“- Reihe ein, deren Vorlage der Roman des Franzosen Pierre Boulle ist. Jetzt steigt auch T.C.Boyle in die literarische Verarbeitung unserer nächsten Artgenossen mit seinem neuen Roman „Sprich mit mir“ ein.

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T.C. Boyle – Eine Annäherung

Ein völlig neues Leseerlebnis begann für mich Ende der 1990er Jahre, als ich mein erstes Buch von T.C. Boyle gelesen habe. „Grün ist die Hoffnung“, der zweite Roman des 1948 geborenen Schriftstellers und bereits 1984 im Original erschienen, war der Auslöser einer intensiven Phase, in der ich in gut zwei Jahren alle bis dahin auf deutsch verlegten Werke las. Alle, also auch die Erzählungen, die mir nochmals einen Schub Begeisterung brachten. T.C. Boyle – Eine Annäherung weiterlesen

Nana Kwame Adjei-Brenyah – Friday Black

Mit dem Debütband „Friday Black“des amerikanischen Autoren Nana Kwame Adjei-Brenyah ist eine Storysammlung erschienen, in der überraschend kreativ mit aktuellen gesellschaftlichen Themen umgegangen wird und in deren Mittelpunkt People of Color  stehen. Das Erzählungen keine langweilige und wegen ihrer Kürze schnell wieder vergessene Lektüre sein können, beweist der in New York geborene Schriftsteller mit großer Vielseitigkeit. Nana Kwame Adjei-Brenyah – Friday Black weiterlesen

Lee Child – Der Bluthund

Warum „Der Bluthund“ der passende deutsche Titel für den neuesten Jack-Reacher-Band des britischen Autoren Lee Child sein soll, wo der Titelheld sich ja stets in die Dinge die ihn interessieren verbeisst, ist mir nicht ganz klar. Glücklicherweise lässt sich von dieser Irritation leicht absehen, denn das Buch bietet endlich wieder ein gelungeneres Setting, als die vorherigen Ausflüge Richtung Europa. Lee Child – Der Bluthund weiterlesen

Donald Antrim – Wählt Mr. Robinson für eine bessere Welt

Pete Robinson ist ein typischer Vertreter im literarisch-experimentellen Kosmos von Donald Antrim. Ein Mann mittleren Alters, sprachbegabt und äußerst mitteilsam, der in seiner Erzählung gerne von einem zum anderen Gedanken springt und der durchaus als gebildet bezeichnet werden kann. Er lebt in einer nicht näher bezeichneten meeresnahen Kleinstadt und spielt mit dem Gedanken, ihr Bürgermeister zu werden. Erfüllt jemand, der sich für mittelalterliche Foltermethoden interessiert und in seinem Keller das Miniaturmodell einer portugiesischen Folterkammer aus dem 16.Jahrhundert nachbaut, die Voraussetzungen dafür ein geeigneter Kandidat zu sein? Donald Antrim – Wählt Mr. Robinson für eine bessere Welt weiterlesen

Ein später Abschied von Philip Roth

Während ich mit Umzug und Arbeitsplatzwechsel beschäftigt war, kam die Meldung: Philip Roth ist verstorben. Es fehlte die Zeit für ein Innehalten, bei dem ich die Bücher in die Hand nehme und mir die Geschichten in Erinnerung rufe, die in der Vergangenheit für viele Stunden meine Begleiter waren. Jetzt habe ich ein weiteres Werk von Philip Roth gelesen und hole nach, was vor zwei Jahren nicht möglich war: Ich nehme mir Zeit für einen Abschied. Ein später Abschied von Philip Roth weiterlesen

Attica Locke – Heaven, My Home

In „Heaven, My Home“ kommt der texanische Ranger Darren Mathews zum zweiten Mal zum Einsatz. Auf der Suche nach einem neunjährigen Jungen aus der texanischen Enklave Hopetown stösst er wiederum auf Vorurteile und rassistisches Gedankentum. Nebenher versucht er einen Mord zu vertuschen und muss sich dabei sowohl seiner Mutter, als auch eines Staatsanwalts erwehren. Attica Locke – Heaven, My Home weiterlesen

Joe R. Lansdale – Mucho Mojo

Im zweiten Band der Hap & Leonard -Reihe „Mucho Mojo“ schafft es Joe R. Lansdale sich nach dem Auftaktband „Wilder Winter“ zu steigern und rückt die zwischen den beiden Freunden überwundene rassistische Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung näher in den Vordergrund. Die gelunge Fortsetzung besticht nicht nur mit Humor, sondern bietet auch Anstoß zu nachdenkenswerten Themen. Joe R. Lansdale – Mucho Mojo weiterlesen