Schlagwort-Archive: ars vivendi

Michael Farris Smith – Desperation Road

Keine überflüssigen Worte finden sich im Südstaaten-Noir „Desperation Road“, das einen sofort an James Lee Burke erinnert, sind doch Handlung und Beschreibungen bestens austariert und erzeugen bei der Lektüre jenes besondere lokale Flair, das auch von den hier verwurzelten Figuren geprägt wird. Und genau diese Figuren sind es, die diesen Roman so lesenswert machen. Michael Farris Smith findet dabei seinen eigenen Weg, kürzer als Burke, aber nicht minder gelungen. Michael Farris Smith – Desperation Road weiterlesen

George Pelecanos – Das dunkle Herz der Stadt

Mit dem dritten Band einer Reihe um den Privatdetektiv Nick Stefanos legt der Verlag ars vivendi nun innerhalb eines Jahres wieder eine deutsche Erstausgabe von George Pelecanos vor. So reiht sich „Das dunkle Herz der Stadt“ in die wirre Editionsgeschichte des hochgelobten amerikanischen Autoren („The Wire“) im deutschsprachigen Buchmarkt ein. Gleich mehrere Verlage haben sich an der Herausgabe versucht, ars vivendi hat nun nach „Hard Revolution“ dieses bereits 1995 erschiene Buch aus dem Werk herausgepickt und erfreut damit – vermutlich – einige wenige Enthusiasten. George Pelecanos – Das dunkle Herz der Stadt weiterlesen

George Pelecanos – Hard Revolution

Das Thema Rassismus bleibt in der amerikanischen Nation weiter aktuell im öffentlichen Bewusstsein. Angekurbelt durch einen Präsidenten, der den Graben in der Gesellschaft mit seinem unsäglichen Verhalten weiter vertieft, anstatt die mühsam erreichten Fortschritte seines Vorgängers weiter auszubauen. Neben dem vielgelobten Roman „Underground Railroad“ von Colson Whitehead erschien vor ein paar Monaten  in deutscher Erstübersetzung mit „Hard Revolution“ ein weiteres Buch, dass sich ebenfalls mit dem Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen in den USA auseinandersetzt. Auch hier geht es in die Vergangenheit, allerdings nur ein paar Jahrzehnte zurück und im Gewand eines Kriminalromans. George Pelecanos – Hard Revolution weiterlesen