Schlagwort-Archive: Hanser

Colson Whitehead – Harlem Shuffle

Nach zwei thematisch bedrückenden Romanen ( „Underground Railroad“ und „Die Nickel Boys“), für die er jeweils mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, veröffentlicht der Amerikaner Colson Whitehead nun mit „Harlem Shuffle“ einen an das Krimigenre angelehnten Roman und führt seine chronistische Darstellung des Lebens der schwarzen Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten fort.

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Markus Orths – Picknick im Dunkeln

Dunkelheit. Nein, Schwärze, das trifft es eher. Oder „Nichts“. Aber das stimmt auch nicht, denn da gibt es doch etwas. Einen Boden. Einen festen Boden auf dem man gehen kann. Nur das man nichts sieht, nicht mal den eigenen Körper. Man sieht nichts und fühlt diese drückende Schwärze. Wo ist man hier? Wie ist man hierher gekommen? Und wann ist man hierher gekommen? Was ist mit der Zeit? Markus Orths – Picknick im Dunkeln weiterlesen

T.C. Boyle – Das Licht

Drogen sind für T. C. Boyle nichts Unbekanntes. Der amerikanische Ex-Hippie und gefeierte Gegenwartsautor hat ihre Bekanntschaft gemacht. Mit „Grün ist die Hoffnung“ verfasste er eine hinreissende Posse um drei Marihuanna-Anbauer, die mein Einstieg in die realvertrackte Boylsche Welt war. In seinem neuen Roman „Das Licht“ geht es um eine bis heute umstrittene Substanz: LSD. T.C. Boyle – Das Licht weiterlesen

Colson Whitehead – Die Nickel Boys

Der neue Roman „Die Nickel Boys“ des Amerikaners Colson Whitehead („Railroad Underground“) basiert auf authentischen Geschehnissen der US-amerikanischen Geschichte und lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Erziehungsanstalt in Florida in den 1960er Jahren, die nicht nur pädagogisch fragwürdig agierte, sondern gleichzeitig die rassistisch orientierte Historie des Landes widerspiegelt. Die literarische Verarbeitung einer Verbrechensgeschichte durch den Pulitzer-Preisträger, ist ein berührender Text über das Schicksal junger Heranwachsender. Colson Whitehead – Die Nickel Boys weiterlesen

Colson Whitehead – Underground Railroad

National Book Award“, „Pulitzer-Preis“, mehrfach Buch des Jahres 2016 – „Underground Railroad“ ist einer der vielbeachtesten Romane der USA des letzten Jahres. Mit den Ereignissen der vergangenen Wochen in Charlottesville hat das Erscheinen der deutschen Übersetzung in diesem Monat einen aktuellen Bezug bekommen und es wird klar, wie präsent die Themen Rassismus und Freiheit weiterhin sind. Whiteheads Roman ist ein Blick in die Vergangenheit, eindrucksvoll in eine spannende Handlung verpackt. Colson Whitehead – Underground Railroad weiterlesen

T.C. Boyle – Die Terranauten

Sie haben sich unter sechzehn Kandidaten durchgesetzt und tragen die Hoffnung der Menschheit mit sich: Acht Terranauten, vier Frauen, vier Männer. Zwei Jahre, von der Außenwelt abgeschlossen, sollen sie – sich selbstversorgend – in einem riesigen Glashaus leben und erforschen, ob ein Überleben unter solchen Bedingungen möglich ist. Klar, dass  hier nicht alles glatt läuft. T.C. Boyle – Die Terranauten weiterlesen

Richard Ford – Frank

In vier Erzählungen lässt der amerikanische Autor Richard Ford noch einmal seine bekannteste Figur – Frank Bascombe – zu Wort kommen. Dessen abwechslungsreiches Leben ist in einer umfassenden Trilogie verewigt und in die amerikanische Literaturgeschichte eingegangen. Für den zweiten Band, „Unabhängigkeitstag“, erhielt Ford sowohl den Pulitzer-Preis als auch den PEN/Faulkner-Award. Der umschließende Rahmen für die jetzt erschienenen Storys sind die verheerenden Auswirkungen, die 2012 der Hurrikan Sandy an der Ostküste der Vereinigten Staaten verursacht hat.

„…ich bin achtundsechzig und genieße die nächste Stufe des Lebens – wohl auch die letzte: Demografisch gehöre ich zur „Leertisch-Fraktion“, endlich frei, um Gutes zu tun, falls mir danach sein sollte…“

Frank Bascombe zieht einmal die Woche los, um am Flughafen heimkehrende Soldaten zu begrüßen und ihnen ein Heft zu überreichen, dass ihnen über die ersten Tage helfen soll. Außerdem liest er, ebenfalls wöchentlich, in einem regionalen Radiosender Naipauls Roman „Rätsel der Ankunft“ vor. Doch viel mehr will er dann eigentlich nicht von dieser Welt. Richard Ford – Frank weiterlesen