Schlagwort-Archive: Krimi

Brian Panowich – Bull Mountain + Bull Mountain Burning

Der Berg ruft! – und das gleich zwei Mal. Mit „Bull Mountain“ und „Bull Mountain Burning“ hat der Suhrkamp Verlag zwei Perlen im Programm, die mich unweigerlich an die grandiose TV-Serie „Justified“ (basiert auf einer Figur von Elmore Leonard) erinnern. Der amerikanische Autor und Feuerwehrmann Brian Panowich hat eine Familien- und Hillbillygeschichte zu Papier gebracht, die voller Lokalkolorit ist und die tief in die Geschicke eines im Verborgenen agierenden Drogenimperiums eintaucht. Brian Panowich – Bull Mountain + Bull Mountain Burning weiterlesen

Lee Child – Der Bluthund

Warum „Der Bluthund“ der passende deutsche Titel für den neuesten Jack-Reacher-Band des britischen Autoren Lee Child sein soll, wo der Titelheld sich ja stets in die Dinge die ihn interessieren verbeisst, ist mir nicht ganz klar. Glücklicherweise lässt sich von dieser Irritation leicht absehen, denn das Buch bietet endlich wieder ein gelungeneres Setting, als die vorherigen Ausflüge Richtung Europa. Lee Child – Der Bluthund weiterlesen

Wallace Stroby – Kalter Schuss ins Herz

Ein Sonntag mit Crissa Stone und ich fühle mich zurückkatapultiert in längst vergangene Leseerlebnisse. Kein „Kalter Schuss ins Herz“ ist dieser aus Verbrechersicht verfasste Pageturner, sondern ein zunehmend fesselnder Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und in einem Zug durchgelesen habe. Verantwortlich dafür ist nicht nur die eigentliche Handlung. Wallace Stroby – Kalter Schuss ins Herz weiterlesen

Attica Locke – Heaven, My Home

In „Heaven, My Home“ kommt der texanische Ranger Darren Mathews zum zweiten Mal zum Einsatz. Auf der Suche nach einem neunjährigen Jungen aus der texanischen Enklave Hopetown stösst er wiederum auf Vorurteile und rassistisches Gedankentum. Nebenher versucht er einen Mord zu vertuschen und muss sich dabei sowohl seiner Mutter, als auch eines Staatsanwalts erwehren. Attica Locke – Heaven, My Home weiterlesen

Joe R. Lansdale – Mucho Mojo

Im zweiten Band der Hap & Leonard -Reihe „Mucho Mojo“ schafft es Joe R. Lansdale sich nach dem Auftaktband „Wilder Winter“ zu steigern und rückt die zwischen den beiden Freunden überwundene rassistische Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung näher in den Vordergrund. Die gelunge Fortsetzung besticht nicht nur mit Humor, sondern bietet auch Anstoß zu nachdenkenswerten Themen. Joe R. Lansdale – Mucho Mojo weiterlesen

Lee Child – Keine Kompromisse

In seinem 20. Auftritt kehrt Jack Reacher in „Keine Kompromisse“ wieder zufällig in ein Spiel auf Leben und Tod. An seiner Seite eine Privatdetektivin, die auf der Suche nach ihrem Kollegen ist und die ohne den ehemaligen Militärpolizisten sicherlich weniger weit gekommen wäre. Lee Child präsentiert einen gut gelaunten Reacher, der am Ende mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Lee Child – Keine Kompromisse weiterlesen

Joe R. Lansdale – Wilder Winter

Nun also endlich habe ich Hap & Leonard kennengelernt, dieses berühmt berüchtigte ungleiche Duo der Kriminalliteratur. Vor gut 30 Jahren erschien mit „Wilder Winter“ der erste Band mit den beiden Freunden. Der Golkonda Verlag hat jetzt sechs Bände der Reihe von Joe R. Lansdale als ansprechende limitierte Taschenbuchausgaben herausgegeben und mir damit den Anlass zu Kauf und Lektüre leicht gemacht. Joe R. Lansdale – Wilder Winter weiterlesen

Michael Farris Smith – Desperation Road

Keine überflüssigen Worte finden sich im Südstaaten-Noir „Desperation Road“, das einen sofort an James Lee Burke erinnert, sind doch Handlung und Beschreibungen bestens austariert und erzeugen bei der Lektüre jenes besondere lokale Flair, das auch von den hier verwurzelten Figuren geprägt wird. Und genau diese Figuren sind es, die diesen Roman so lesenswert machen. Michael Farris Smith findet dabei seinen eigenen Weg, kürzer als Burke, aber nicht minder gelungen. Michael Farris Smith – Desperation Road weiterlesen

Ross Macdonald – Mutter und Tochter

Der 1961 erstmals verlegte Roman „The Wycherly Woman“ war lange Zeit nicht auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich. Im Zuge der Neuübersetzungen der Lew Archer Reihe bei Diogenes erschien nun „Mutter und Tochter“ frisch übersetzt und löst die ehemals im Scherz Verlag herausgegebene Ausgabe ab. Eine wirklich lobenswerte Wahl, denn meine langjährige Suche nach diesem Titel ist damit beendet. Und als treuer Fan, schließlich bin ich durch Ross Macdonald überhaupt auf den kriminalen Geschmack gekommen, habe ich das frisch erworbene Exemplar sogleich gelesen. Ross Macdonald – Mutter und Tochter weiterlesen

George Pelecanos – Das dunkle Herz der Stadt

Mit dem dritten Band einer Reihe um den Privatdetektiv Nick Stefanos legt der Verlag ars vivendi nun innerhalb eines Jahres wieder eine deutsche Erstausgabe von George Pelecanos vor. So reiht sich „Das dunkle Herz der Stadt“ in die wirre Editionsgeschichte des hochgelobten amerikanischen Autoren („The Wire“) im deutschsprachigen Buchmarkt ein. Gleich mehrere Verlage haben sich an der Herausgabe versucht, ars vivendi hat nun nach „Hard Revolution“ dieses bereits 1995 erschiene Buch aus dem Werk herausgepickt und erfreut damit – vermutlich – einige wenige Enthusiasten. George Pelecanos – Das dunkle Herz der Stadt weiterlesen