Schlagwort-Archive: USA

T.C. Boyle – Das Licht

Drogen sind für T. C. Boyle nichts Unbekanntes. Der amerikanische Ex-Hippie und gefeierte Gegenwartsautor hat ihre Bekanntschaft gemacht. Mit „Grün ist die Hoffnung“ verfasste er eine hinreissende Posse um drei Marihuanna-Anbauer, die mein Einstieg in die realvertrackte Boylsche Welt war. In seinem neuen Roman „Das Licht“ geht es um eine bis heute umstrittene Substanz: LSD. T.C. Boyle – Das Licht weiterlesen

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Lee Child – Keine Kompromisse

In seinem 20. Auftritt kehrt Jack Reacher in „Keine Kompromisse“ wieder zufällig in ein Spiel auf Leben und Tod. An seiner Seite eine Privatdetektivin, die auf der Suche nach ihrem Kollegen ist und die ohne den ehemaligen Militärpolizisten sicherlich weniger weit gekommen wäre. Lee Child präsentiert einen gut gelaunten Reacher, der am Ende mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Lee Child – Keine Kompromisse weiterlesen

Joe R. Lansdale – Wilder Winter

Nun also endlich habe ich Hap & Leonard kennengelernt, dieses berühmt berüchtigte ungleiche Duo der Kriminalliteratur. Vor gut 30 Jahren erschien mit „Wilder Winter“ der erste Band mit den beiden Freunden. Der Golkonda Verlag hat jetzt sechs Bände der Reihe von Joe R. Lansdale als ansprechende limitierte Taschenbuchausgaben herausgegeben und mir damit den Anlass zu Kauf und Lektüre leicht gemacht. Joe R. Lansdale – Wilder Winter weiterlesen

Michael Farris Smith – Desperation Road

Keine überflüssigen Worte finden sich im Südstaaten-Noir „Desperation Road“, das einen sofort an James Lee Burke erinnert, sind doch Handlung und Beschreibungen bestens austariert und erzeugen bei der Lektüre jenes besondere lokale Flair, das auch von den hier verwurzelten Figuren geprägt wird. Und genau diese Figuren sind es, die diesen Roman so lesenswert machen. Michael Farris Smith findet dabei seinen eigenen Weg, kürzer als Burke, aber nicht minder gelungen. Michael Farris Smith – Desperation Road weiterlesen

Attica Locke – Bluebird, Bluebird

Die amerikanische Autorin Attica Locke hat mit „Bluebird, Bluebird“ einen erstaunlich unaufgeregten Kriminalroman geschrieben, der es auf Anhieb auf den ersten Platz der Krimi-Liste der Zeit geschafft hat. Unaufgeregt bedeutet hier, dass mit viel Fingerspitzengefühl eine Mordermittlung mit vermeintlich rassistischem Hintergrund präsentiert wird, die allen Beteiligten eine Auseinandersetzung mit alten Gewohnheiten und fortschrittlichen Entwicklungen der Gegenwart abverlangt. Und trotz zugespitzten Situationen verliert der Roman nie seinen Stand und bewahrt sich vor oberflächlicher Effekthascherei. Attica Locke – Bluebird, Bluebird weiterlesen

Stephen King – Erhebung

Wenn man sagt, die Schwerkraft hat es gut mit einem gemeint, wird in der Regel etwas Positives damit verbunden. Ein glimpflicher Sturz beispielsweise. Vielleicht, so dachte sich Stephen King, müssen die physikalischen Gesetze ja nicht immer wirken. Höchst unheimlich und rätselhaft wäre das dann. Eine solche Konstellation mutet er seiner Hauptfigur in der kleinen Prosa „Erhebung“ zu. Scott Carey nimmt ab, ohne Grund. Doch das besondere ist, er verändert sich physisch nicht und kann sich jedes Gewicht umlegen, ohne das die Waage ein Gramm mehr anzeigt. Doch die wichtigere Geschichte in diesem Buch ist eine andere. Stephen King – Erhebung weiterlesen

Ross Macdonald – Mutter und Tochter

Der 1961 erstmals verlegte Roman „The Wycherly Woman“ war lange Zeit nicht auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich. Im Zuge der Neuübersetzungen der Lew Archer Reihe bei Diogenes erschien nun „Mutter und Tochter“ frisch übersetzt und löst die ehemals im Scherz Verlag herausgegebene Ausgabe ab. Eine wirklich lobenswerte Wahl, denn meine langjährige Suche nach diesem Titel ist damit beendet. Und als treuer Fan, schließlich bin ich durch Ross Macdonald überhaupt auf den kriminalen Geschmack gekommen, habe ich das frisch erworbene Exemplar sogleich gelesen. Ross Macdonald – Mutter und Tochter weiterlesen