LESESPOT N°1 – Aus den Fugen

Ein Abend in Berlin, ein Konzert in der Philharmonie und seine einschneidenden Auswirkungen auf das Leben einiger Beteiligter. So könnte man den Roman „Aus den Fugen“ zusammenfassen.

Der Schweizer Alain Claude Sulzer erzählt in wechselnder Perspektive das zeitgleiche Geschehen am Abend eines Konzertes. Der Leser erfährt während dieser Stunden die Lebensgeschichten eines Starpianisten und seiner Sekretärin, die seines deutschen Agenten und dessen jungen Liebhabers oder die eines Gelegenheitskellners, der sich am Ende des Tages in einer völlig neuen Situation wiederfindet. Das Aufeinandertreffen eines Callgirls mit dem Jugendfreund ihres Vaters ist eine weitere Episode, mit denen Alain Claude Sulzer die verschiedenen Beziehungsgeflechte der heutigen Gesellschaft intensiv beleuchtet. Da ist der unerwartet entdeckte Ehebruch einer anderen Konzertbesucherin fast schon routinierte Normalität des modernen Lebens.

Alle Akteure sind  bis zu diesem Tag mehr oder minder zufrieden mit ihrem Leben. Am Ende des Abends hat sich jdoch für sie alle etwas verändert. Die Sicht auf ihr Leben, ihre Einstellungen oder einfach ihr Schicksal. Mit ruhigem Blick und klarer Sprache läßt uns Sulzer in die Seelen seiner Gruppe schauen. Ein schöner Abend. Es ist einiges passiert.


ALAIN CLAUDE SULZER, „Aus den Fugen“, Galiani Verlag

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